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Chronischer Schmerz - eigenständige Schmerzkrankheit
Besteht ein Schmerz länger als 6 Monate, wird von einem "Chronischen Schmerz" gesprochen. Dabei ist der Schmerz zu einem eigenen Krankheitsbild geworden, bei dem sich aber keine konkreten Ursachen im Körper mehr nachweisen lassen, die die Schmerzen erklären könnten.
Der Schmerz hat dann nicht mehr die ursprüngliche nützliche Warnfunktion, sondern führt oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität: Die normalen körperlichen Aktivitäten werden eingeschränkt, soziale Kontakte reduziert, und mangelnder Schlaf verstärkt die Problematik noch. |
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Im Laufe der Schmerzkrankheit treten u.a. psychische Symptome, wie Verstimmtheit, Energielosigkeit, erhöhte Reizbarkeit auf, was oft zu einer Fehldeutung führt, indem diese Symptome als psychische Ursache des Schmerzes interpretiert werden und natürlich auch die sozialen Kontakte beeinflusst.
Allerdings wirken Sorgen, Angst, Traurigkeit und Schlaflosigkeit häufig auch als Schmerzverstärker. "Seelischer Schmerz", der z.B. durch den plötzlichen Verlust einer geliebten Person oder andere belastende Erlebnisse entstanden ist, kann chronische Schmerzen weiter negativ beeinflussen bzw. mit als auslösender Faktor fungieren. |
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Darauf lässt sich durch soziale, medizinische und psychologische Hilfestellung jedoch häufig Einfluss nehmen.
Das kann auf verschiedene Arten passieren. Z. B.:
- Verständnis
- Zuwendung
- schmerzreduzierende/-dämpfende, und/oder schlaffördernde Medikamente
- Akupunktur
- Selbsthilfegruppen
- Gesprächstherapie
- Entspannungsmethoden
Weiterhin wird dem chronischen Schmerz kaum gesellschaftliche Akzeptanz entgegengebracht. |
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